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Tumor­nachsorge

Kassenleistung

Medizinische Begleitung nach einer Tumorerkrankung

Nach abgeschlossener Behandlung einer Tumorerkrankung beginnt eine wichtige Phase: die Nachsorge.

Sie dient dazu, den Gesundheitszustand regelmäßig zu überprüfen, Rückfälle frühzeitig zu erkennen und mögliche Spätfolgen der Therapie rechtzeitig zu behandeln. Ebenso wichtig ist die persönliche Begleitung – viele Patientinnen und Patienten haben nach einer Tumorerkrankung Fragen, Unsicherheiten oder neue gesundheitliche Bedürfnisse.

Die Tumornachsorge umfasst daher nicht nur medizinische Kontrollen, sondern auch Beratung, Verlaufsgespräche und Unterstützung bei der Rückkehr in den Alltag. In unserer Ordination erfolgen diese Nachsorgeuntersuchungen strukturiert, vertraulich und eng an den medizinischen Leitlinien orientiert.

Rückruf

Ziele der Tumor­nachsorge

Die individuelle Struktur und die Häufigkeit der Kontrollen orientieren sich an der jeweiligen Tumorart und dem bisherigen Therapieverlauf.

frühzeitige Erkennung eines möglichen Rückfalls

Kontrolle nach Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder Immuntherapie

rechtzeitige Behandlung von Neben- und Spätfolgen

Unterstützung beim Aufbau körperlicher und emotionaler Stabilität

Begleitung bei Fragen zu Lebensstil, Ernährung, Bewegung oder Medikamenten

Koordination bei notwendigen Überweisungen oder Zusatzuntersuchungen

Ablauf einer Nachsorge

  • 1. Anamnese & Gespräch

    Wir besprechen Ihren aktuellen Gesundheitszustand, mögliche Beschwerden, Veränderungen seit der letzten Kontrolle sowie offene Fragen.

  • 2. Klinische Untersuchung

    Je nach Tumorart erfolgen:

    • körperliche Untersuchung
    • Kontrolle von Narben und ehemals betroffenen Regionen
    • Überprüfung von Lymphknoten
    • Beurteilung der Organfunktionen
  • 3. Diagnostische Untersuchungen

    Je nach Fragestellung können erforderlich sein:

    • Blutuntersuchungen (z. B. Tumormarker, Blutbild, Organwerte)
    • Ultraschalluntersuchungen
    • Endoskopien bei gastrointestinalen Tumoren
    • EKG oder Lungenfunktionsmessung, falls notwendig
    • Überweisung zu CT, MRT oder weiteren Verfahren
  • 4. Befund­besprechung & Therapie­empfehlungen

    Alle Ergebnisse werden klar und verständlich erklärt. Falls notwendig, werden weitere Schritte eingeleitet – z. B. zusätzliche Diagnostik, symptomorientierte Therapie oder die Zusammenarbeit mit onkologischen Zentren.

patienteninfos

Das ist in der Nachsorge wichtig:

Regelmäßigkeit: Kontrollen sollten entsprechend den Leitlinien eingehalten werden.

Offene Kommunikation: Neue Beschwerden bitte frühzeitig ansprechen – auch wenn sie klein erscheinen.

Umgang mit Ängsten: Sorgen nach einer Tumorerkrankung sind normal. Wir nehmen diese ernst und besprechen sie offen.

Lebensstil nach Krebs: Bewegung, Ernährung, Hautschutz und Raucherentwöhnung können die Genesung unterstützen.

Medikamente: Bitte alle aktuellen Medikamente und Befunde mitbringen.

Kooperation: Bei komplexen Fragen arbeiten wir mit onkologischen Fachstellen zusammen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich zur Nachsorge kommen?

Das hängt von der Tumorart ab, liegt jedoch anfangs meist bei 3–6 Monaten, später bei jährlichen Kontrollen.

Wie lange dauert die Nachsorgephase?
In vielen Fällen mindestens 5 Jahre, bei manchen Tumorarten länger.
Wer führt die Tumornachsorge durch?
Die Nachsorge kann sowohl in der Ordination als auch in Zusammenarbeit mit Fachabteilungen erfolgen – abhängig von Tumorart und bisherigen Therapien.
Muss ich für die Nachsorge­untersuchung nüchtern erscheinen?
Nur wenn eine bestimmte Blutuntersuchung oder diagnostische Maßnahme dies erfordert – wir informieren Sie vorab.
Was mache ich, wenn zwischen den Kontrollen Beschwerden auftreten?
Bitte frühzeitig Kontakt aufnehmen – Beschwerden müssen nicht bis zur nächsten Routinekontrolle warten.
Kann ich wieder ganz normal arbeiten und Sport treiben?
In den meisten Fällen ja, schrittweise und angepasst an das persönliche Wohlbefinden. Wir beraten Sie dazu individuell.