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Arterielle Diagnostik

Kassenleistung

Abklärung von Durchblutungsstörungen und arteriellen Erkrankungen

Arterielle Gefäßerkrankungen entwickeln sich häufig schleichend und bleiben lange unbemerkt. Typische Beschwerden entstehen erst, wenn die Durchblutung bereits eingeschränkt ist.

Eine rechtzeitige Diagnostik ist daher entscheidend, um Risiken zu erkennen und schwerwiegenden Folgen wie Gewebeschäden oder Herz-Kreislauf-Komplikationen vorzubeugen.

Die arterielle Diagnostik umfasst Untersuchungen, die den Zustand der Arterien, den Blutfluss und eventuelle Engstellen (Stenosen) sichtbar machen. In unserer Ordination erfolgt die Abklärung mittels moderner Ultraschallverfahren, ergänzt durch klinische Tests und eine genaue Anamnese. Dadurch lassen sich arterielle Erkrankungen früh erkennen und individuell behandeln.

Eine Untersuchung wird empfohlen bei:

Schmerzen oder Müdigkeitsgefühl in den Beinen beim Gehen (Schaufensterkrankheit / pAVK)

Kältegefühl oder blasse Füße und Zehen

verzögerter Wundheilung an den Beinen

nächtlichen Schmerzen in Ruhe

auffälligen Fußveränderungen bei Diabetes

erhöhten kardiovaskulären Risikofaktoren (Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette)

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Ablauf einer Venen­diagnostik

  • 1. Anamnese & klinische Untersuchung

    Wir besprechen Beschwerden, Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Anschließend werden Pulse getastet und die Beine sowie Füße klinisch untersucht.

  • 2. Ultraschall (Duplex-/Dopplersonografie)

    Die Ultraschalluntersuchung zeigt:

    • die Durchgängigkeit der Arterien
    • den Blutfluss und mögliche Engstellen
    • Gefäßwandveränderungen (z. B. Plaques)
    • Hinweise auf Verschlüsse

    Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert meist 15–20 Minuten.

  • 3. Knöchel-Arm-Index (ABI)

    Durch Blutdruckmessungen an Armen und Beinen lässt sich das Verhältnis der Durchblutung bestimmen. Ein niedriger Index weist auf Durchblutungsstörungen hin.

  • 4. Befund­besprechung & Therapie­planung

    Die Ergebnisse werden direkt erklärt und gemeinsam besprochen. Falls notwendig, erfolgt eine Einleitung weiterer diagnostischer Schritte oder eine Therapieempfehlung (konservativ, medikamentös oder interventionell).

patienteninfos

Hinweise und Tipps:

Kleidung: Ideal sind kurze Hosen oder leicht hochziehbare Kleidung.

Schmerzfrei: Die Diagnostik selbst ist vollkommen schmerzfrei.

Kompressions­strümpfe: Falls vorhanden, bitte zur Untersuchung mitbringen.

Verlaufskontrollen: Bei chronischen Venenproblemen sind regelmäßige Kontrollen sinnvoll.

Bewegung im Alltag: Ausreichende körperliche Aktivität und venenschonende Lebensweise unterstützen die Behandlung.

Therapie­möglichkeiten

Lebensstil- und Risiko­faktoren­management

z. B. Rauchstopp, Gewichtsreduktion, Bewegungstherapie

Medikamentöse Therapie

Blutverdünner, gefäßaktives Training, Einstellung von Blutdruck und Blutfetten

Gefäßtraining / Gehtraining

verbessert nachweislich die Durchblutung bei pAVK

Häufig gestellte Fragen

Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Nein. Ultraschall und ABI-Messung sind vollkommen schmerzfrei.
Wie erkenne ich eine Durchblutungsstörung?
Typisch sind Schmerzen beim Gehen, kalte Füße, schlechte Wundheilung oder nächtliche Beinschmerzen.
Wie lange dauert die Diagnostik?
Je nach Umfang etwa 20–30 Minuten.
Ist eine Therapie immer notwendig?
Nicht zwingend. Leichte Befunde können oft gut mit Lebensstilmaßnahmen und Bewegungstherapie behandelt werden.
Wann muss operiert werden?
Nur bei ausgeprägten Engstellen oder Verschlüssen, die Beschwerden verursachen oder Komplikationen drohen. In solchen Fällen organisieren wir eine Überweisung in spezialisierte Zentren.
Wie häufig sollte ich kontrollieren kommen?
Je nach Befund alle 6–12 Monate oder früher, wenn sich Beschwerden verändern.